Das erste Projekt - Inklusion in Sachsen 1

„Inklusion in Sachsen 1“ lief von September 2009 bis Dezember 2011 und wurde vom Lebenshilfe Landesverband Sachsen durchgeführt. Inhaltlich ging es um die UN-Behindertenrechts-Konvention (BRK). Der Freistaat Sachsen förderte das Projekt. Ein Ziel war es, die BRK und Inklusion in Sachsen bekannter zu machen. Ein weiteres, herauszufinden, was bei der Umsetzung der BRK für Menschen mit Behinderung wichtig ist. Dazu verfassten wir einen umfangreichen Bericht sowie ein „Leitbild für ein soziales Sachsen“.

Zahlreiche Partner ergänzten die Kompetenzen der Lebenshilfe: Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen, Selbstvertretungsverbände, Fachleute, Politiker, Juristen und Wissenschaftler.

Das Projekt hatte drei Phasen:

1. Das Projekt bekannt machen

Dazu veranstalteten wir als Auftakt am 11. Januar 2010 einen großen Kongress in Dresden, zu dem 200 Interessierte aus ganz Sachsen kamen, darunter ein Drittel Menschen mit Behinderung. Zuvor erstellten wir ein Logo, eine Internetseite, Presseinformationen, eine Broschüre und andere Materialien - wenn möglich, auch in Leichter Sprache. Das Projekt wurde sehr bekannt. Immer häufiger wurden wir zu Vorträgen auf Veranstaltungen, bei Verbänden und Schulen eingeladen.

Kongress-Teilnehmer
Kongress-Teilnehmer

2. Die Arbeitsgruppen

In allen sächsischen Landkreisen gründeten wir Arbeitsgruppen, in denen Interessierte am Projekt mitarbeiteten. Das erste Treffen fand bereits im Januar 2010 statt. In insgesamt sieben Arbeitsgruppen-Runden beschäftigten sich mehr als 300 Beteiligte mit Fragen wie:

Was ist die UN-Behindertenrechts-Konvention?
Wieso ist ihre Umsetzung so schwierig?
Was ist Inklusion?
Welche Ängste und Sorgen beschäftigen die Beteiligten zu diesem Thema?
Wie können wir die Umsetzung der Konvention mitgestalten?

Dabei wurde ein inklusiver Ansatz verfolgt: Menschen mit und ohne Behinderung, Angehörige, Verwaltungsmitarbeiter, Wissenschaftler, Lehrer und Einrichtungsmitarbeiter arbeiteten gleichberechtigt zusammen. In den Arbeitsgruppen wurden Vorschläge für einen möglichen sächsischen Aktionsplan zur BRK gesammelt. Die Teilnehmer entwickelten eine Checkliste (Hier Download), mit der jeder schauen kann, wie "behindertenfreundlich" andere Dienste und Menschen sind. Wir verfassten mit Unterstützung der Arbeitsgruppen ein Leitbild zur zukünftigen inklusiven Entwicklung in Sachsen.

3. Der Bericht

Im März 2012 legten wir der Landesdirektion Chemnitz unseren Abschlussbericht vor. Er enthält neben den Ergebnissen aus den Arbeitsgruppen unsere Eindrücke auf dem Weg zum Bekanntmachen und zum Umsetzen der BRK. Außerdem gaben wir eine Empfehlung ab, welche Schritte in Sachsen notwendig sind, um die BRK zu verwirklichen.
Einen Text über das erste Projekt in Leichter Sprache finden Sie hier.

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